Nach Plänen von Alfred Koerner errichtet, überspannt eine Konstruktion aus stählernen Dreigelenkbögen den Innenraum ohne zusätzliche Stützen. Bei der Sanierung durch Haas Architekten galt es, den filigranen Charakter der Glashülle mit den Anforderungen an Wärmeschutz und Pflanzenwachstum zusammenzuführen. Ein kleinteiligeres Fassadenraster nähert das Gebäude wieder seinem ursprünglichen Erscheinungsbild an.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Verglasung. Der gemeinsam mit Glas Trösch und DuPont entwickelte Isolierglasaufbau kombiniert eisenoxidarmes Weissglas mit Anti-Reflex- und Low-E-Beschichtungen. Mit einem Lichttransmissionsgrad von 81 Prozent verbindet er hohe Lichtdurchlässigkeit mit Wärmedämmung.
Eine UV-durchlässige SentryGlas-Zwischenlage im Verbund-Sicherheitsglas lässt zugleich den für die Pflanzen wichtigen UV-Anteil des Tageslichts passieren. So erfüllt die Überkopfverglasung hohe Sicherheitsanforderungen, ohne die botanischen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren.
Das Ergebnis ist ein Weiterbauen am Denkmal, bei dem historische Gestalt und technische Erneuerung zusammenwirken. Die Architektur bewahrt ihre Identität. Das Leben darunter wächst weiter.


